MoPA (STR)
Irgendwann im Jahr 2021 haben wir bei meinem damaligen Brotarbeitgeber zwei Kästchen erhalten. Eines für Bürodinge und eines für private Dinge. Privates hatte ich jedoch nie im Büro und hatte darum die Idee, dort Kunst auszustellen. So entstand das MoPA: das Museum of Pfoffie Art. Über die Jahre stellte ich dort und in diesem Kontext ungefähr alle zwei Monate verschiedene Dinge aus.
Auf der Seite siehst du einige zufällige Werke daraus und nachfolgend eine chronologische Abfolge mit Erklärungen.
Ehrennennung:
September 2019 | Novklas 12019
Pfoffigans Wake
Eigentlich noch weit weg vom MoPA aber dennoch im Kontext von STR und da das MoPA mit einer Kunstperformance beendet wurde, macht es mindestens poetisch Sinn, es auch damit zu beginnen.
Oktober 2021 | Dezklas 12021
portraits de personne
Die erste Ausstellung im MoPA. Ein Schattenprojekt zu «Anders Normal».
Dezember 2021 | Dodezklas 12021
Gemälde von Tieren, die existieren
Als Reaktion auf einen Kommentar der ersten Ausstellung, ob nicht auch mal etwas schönes machen könne, habe ich diese Gemälde konzipiert. Ich beschäftigte mich dort, wie so oft, mit Existenz.
Februar 2022 | Terklas 12022
Meetzgete
Die Pandemie hatte uns an konstante Meetings gewöhnt. Darauf basierte dieses vom letzten Abendmahl inspirierten Gemälde. Die Person ist allein aber von Personen in Meetings umgeben.
Mai 2022 | Quinklas 12022
The May to MoPA
Inspiriert durch eine wiederkehrende Sprayerei an der Wand des Gebäudes erschuf ich eine Meta-Ausstellung die in einer fiktiven Zukunft spielt. Es ist eine Skulptur mit einigen, kleinen Gemälden und einer dazugehörigen Website. Geburtsstunde des Terminus «MoPA» basierend auf der Sprayerei, die zum «MoMA» führen wollte.
Juli 2022 | Sepklas 12022
Heisse Schönheit Přezpołdnica
Přezpołdnica ist eine wiederkehrende Figur in meiner Kunst und ich wollte ihr eigene Ausstellung gönnen. Michelle (Friend) mochte diese Ausstellung nicht. Als ein unbewusstes quasi-Foreshadowing malte ich dafür ein Gemälde auf Grashalme.
September 2022 | Dezklas 12022
¿cómo puedo existir?
Dank einem durch Corona verhinderten Flug besass ich einen Voucher für einen Flug mit AirEuropa und überzeugte die Geschäftsleitung, dass wir Remote Work ausprobieren sollten. Sie erlaubten es und so plante ich einen dreiwöchigen Aufenthalt in Madrid. In diesem Kontext und mit der in meinem Leben und Schaffen immer wieder auftauchenden Thematik der Existenz erschuf ich eine auf 24 Postkarten basierende Kunstperformance.
November 2022 | Undezklas 12022
Lae Reinroi du Codeux
Ein Mitglied der Geschäftsleitung forderte mich zu einem Kunstbattle heraus. Das Ziel war etwas CO2-Neutrales zu erschaffen. Mein Beitrag war eine Kunstinstallation, welche nur im Dunkeln im Kerzenschein betrachtet werden konnte, da die verwendete Farbe auf selber geschöpftem Chlorophyl basierte, welches mit Sonnenlicht teilweise gebleicht wurde. Es zeigt eine zukünftige Dystopie, in welcher die Menschen es nicht geschafft haben, die Klimakatastrophe abzwunden. Sad.
Januar 2023 | Primklas 12023
Die Tür in den Weltraum der crazy cute Erkenntnis
Wahrscheinlich mein Magnum Opus der bildenden Kunst im MoPA (STR). Ich habe am letzten Arbeitstag vor der Weihnachtspause die unglaublich ekelhafte und alte Tür der Bürotoilette zusammen mit Michelle (Friend) gestohlen. Danach habe ich sie über zwei Wochen restauriert, genderneutral gelabelt und auf der Innenseite ein auf einer internen Umfrage basierenden Kunstwerk gemalt.
März 2023 | Terklas 12023
Clean Desk Policy
Eine Kunstinstallation, welche ein aufgeräumtes Pult zeigt, sofern man es aus der richtigen Perspektive anschaut. Dahinter eine designte Unordnung. Es war ein Augenzwinkern gegenüber der Büro Policy, die ein aufgeräumtes Pult erwartete. Eine Policy, der mein chaotisches Ich nur selten entgegen kommen konnte.
Mai 2023 | Quinklas 12023
Digital Museum of Pfoffie Art
Dem VR-Hype jenes Jahres folgend erschuf ich ein digitales MoPA, welches auf einer Website von jeder Person angeschaut werden kann. Im MoPA (STR) Kästchen eine VR-Brille, die das Museum automatisch abspielte.
Im August 2023 wurde ich mit drei Monaten Kündigungsfrist entlassen
Anfang November 2023 | Undezklas 12023
Monasterium Paganae Aeonis
Die letzte Ausstellung im MoPA (STR) zeigte eine weitere, fiktive Welt. Es zeigte ein MoPA, dessen Abkürzung für den Namen eines Klosters mit alten Geheimnissen stand. Darin beherbergt waren eine kleine Nachbildung und ein kleines Buch, welches in verschiedenen echten und fiktiven Sprachen die biblische Moses-Geschichte aus der Sicht von unbeteiligten Ägypter:innen erzählte.
Ende November 2023 | Dodezklas 12023
Die Letzte Pfoffenbarung
Im Zuge meines Abschieds habe ich eine interaktive Kunstperformance erschaffen. Ich befasste mich dort sowohl mit dem damals aktuellen Thema von ChatGPT als auch mit dem Abschied von STR.